Demnächst

STORMSKÄRS MAJA - Von Liebe getragen, von Stürmen geprägt

(Start: 03.04.2025)

Sondervorstellung am Sonntag, 06.04., 11:00 Uhr, Kamera  in Kooperation mit der Deutsch-Schwedischen-Gesellschaft Heidelberg e.V.

Bei dieser Veranstaltung zeigen wir STORMSKÄRS MAJA in der schwedischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Vor dem Film wird es eine Einführung von Margret Dotter (1. Vorsitzende DSG Heidelberg) geben.

Und in der Pause (Filmlänge: 164 Min.) stoßen wir, bei hoffentlich sonnigem Frühjahrswetter 😊, mit einem Glas Sekt und Holunderblütensaft (mit oder ohne Alkohol) an.

FIN 2024 | Regie: Tiina Lymi | 164 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Amanda Jansson, Linus Troedsson, Jonna Järnefelt, Tobias Zilliacus, Desmond Eastwood, Andrea Björkholm u.v.m.

Im 19. Jahrhundert wird Maja, eine junge Frau vom finnischen Festland, mit dem stillen und bodenständigen Fischer Janne verheiratet und muss ihr vertrautes Zuhause hinter sich lassen. Gemeinsam ziehen sie auf die abgelegene Insel Stormskär, wo das Leben von Naturgewalten und harter Arbeit geprägt ist.
Hier lernt das Paar miteinander zu leben, einander zu vertrauen und schließlich, einander zu lieben. Über die Jahre hinweg wachsen nicht nur ihre Gefühle füreinander, sondern auch ihr gegenseitiger Respekt – getragen von einer stillen Kraft, die aus Majas Wandel und innerem Wachstum entspringt. Trotz aller Widrigkeiten und der Schatten, die der Åland Krieg auf ihr Leben wirft, findet Maja einen Weg, ihre Stimme zu erheben und ein Stück Unabhängigkeit zu erlangen.
Basierend auf der gefeierten Romanreihe der åländischen Autorin Anni Blomqvist fängt Regisseurin Tiina Lymi die Essenz dieses literarischen Klassiker ein: Eine Frau, die an ihren Herausforderungen wächst, ohne ihre Güte und Stärke zu verlieren. In eindrucksvollen Bildern erzählt Stormskärs Maja von Liebe, Selbstentfaltung und der Schönheit der Beständigkeit– ein bewegender Film, der mit seiner Intensität berührt.

 

MIT DER FAUST IN DIE WELT SCHLAGEN

(Start: 03.04.2025)

Premiere am Dienstag, 01.04., 20:00 Uhr, Gloria

Filmgespräch mit Regisseurin Constanze Klaue

D 2024  | Regie: Constanze Klaue | 112 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Anton Franke, Camille Moltzen, Anja Schneider, Christian Näthe, Steffi Kühnert, Meinhard Neumann, Johannes Scheidweiler, Tilman Döbler, Sammy Scheuritzel, Moritz Hoyer, Jannis Veihelmann, Noah Dymke uva..

Philipp und Tobi wachsen in der ostdeutschen Provinz auf. Ihre Kindheit ist geprägt vom Zerfall der eigenen Familie und von der Perspektivlosigkeit
einer ganzen Region. Als Jahre später ein Flüchtlingsheim im Ort entstehen soll, eskaliert die Situation. Während sich der eine Bruder zurückzieht, findet
der andere ein Ventil für seine Wut...

Das kraftvolle Spielfilmdebüt der Regisseurin Constanze Klaue erzählt aus der Perspektive zweier Brüder ein berührendes Familiendrama in der ostdeutschen Provinz. Ein großartiges Ensemble zeigt, wie die Umwälzungen der Nachwendezeit für die jugendlichen Protagonist*innen, wie auch für ihre Elterngeneration in all ihrer Härte nachhallen. Es nimmt das Publikum mit auf eine Reise in eine von politischen Spannungen geprägte Zeit, die sich dennoch intensiv gegenwärtig und brennend aktuell anfühlt. Einfühlsam findet Constanze Klaue aus dem Inneren ihrer Figuren heraus eine Sprache für die Wut und Entfremdung derjenigen, bei denen die großen Versprechen der Zukunft nicht ankommen wollten. Sie begegnet ihren Figuren dabei auf Augenhöhe und zeichnet ein ungeschöntes und detailreiches Generationenporträt in einem von Perspektivlosigkeit und Radikalisierung geprägten Umfeld, das stellvertretend für zahlreiche Orte dieser Welt steht.

Der gleichnamige Bestseller des Görlitzer Autors Lukas Rietzschel, auf dem der Film frei basiert, wurde vom Spiegel als „Buch der Stunde“ zur sogenannten Flüchtlingskrise gefeiert.

 

ICH WILL ALLES. HILDEGARD KNEF

(Start: 03.04.2025)

Sondervorstellung am Samstag, 12.04., 20:00 Uhr, Gloria

Wir präsentieren vor Filmbeginn Live-Musik von CINEPHONICS (Tina & Oliver Kuka und Rolf Breyer), die mit Swing-/Twang-Sounds Hildegard Knef-Lieder interpretieren.

D 2025 | Regie: Luzia Schmid | 98 Min. | FSK 12
Dokumentarfilm

Hildegard Knef: Weltstar, Stilikone, Grande Dame des Chansons, letzte deutsche Diva, meinungsstark, umstritten, Spiegel und Gegensatz ihrer Zeit. Als Schauspielerin, Sängerin und Autorin feierte sie internationale Erfolge, erlebte krachende Niederlagen und war mehr als fünf Jahrzehnte schöpferisch tätig. Bereits mit 20 wurde sie Teil der deutschen Öffentlichkeit und nie wieder daraus entlassen. Ihr Lieblingsthema, erfolgreich zu sein, zu scheitern, sich immer wieder neu zu erfinden und - against all odds - immer wieder aufzustehen, macht sie zu einer Expertin des Überlebens.

“Ich will alles” zeigt in Form einer filmischen Autobiographie das Bild einer hochbegabten, ehrgeizigen, lakonisch-scharfsinnigen Frau, die der Welt vorführte, wie man Ruhm und Niederlagen überlebt.

 

EDEN

(Start: 03.04.2025)

USA 2025  | Regie: Ron Howard | 129 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Jude Law, Daniel Brühl, Ana de Armas, Sydney Sweeney, Vanessa Kirby, Felix Kammerer

In einer Zeit des Umbruchs zwischen zwei Weltkriegen begeben sich einige sehr unterschiedliche Menschen auf die abgelegene und bis dahin unbesiedelte Galápagos-Insel Floreana, auf der Suche nach einem neuen Leben jenseits zivilisatorischer Konventionen. Die Ersten sind der deutsche Arzt und Philosoph Dr. Friedrich Ritter (Jude Law) und seine Geliebte Dore Strauch (Vanessa Kirby). Ritter schreibt an einem philosophischen Manifest und will außerdem Dore von ihrer Multiplen Sklerose heilen. Nach einiger Zeit erfährt die Presse von dem eigenwilligen Paar und inspiriert den Weltkriegsveteranen Heinz Wittmer (Daniel Brühl), gemeinsam mit seinem Sohn Harry und seiner jungen Frau Margret (Sydney Sweeney), nachzuziehen. Anfangs noch unerfahren im Umgang mit den Naturgewalten, schlagen sie sich nach und nach immer besser.
Die harsche Ablehnung durch Ritter und Dore weicht einer langsamen Annäherung. Bis eines Tages die kapriziöse Eloise Wehrborn de Wagner-Bosquet (Ana de Armas) auf der Insel erscheint, eine mysteriöse selbsternannte Baronin. Im Gefolge hat sie zwei junge Männer, die ihre Liebhaber sind. Die Baronin hat große Pläne, ein Luxushotel auf der Insel zu errichten, und versucht mit allen Mitteln, die anderen gegeneinander auszuspielen und zum Verlassen der Insel zu zwingen. Eitelkeiten, Manipulation und menschliche Habgier spitzen das poröse Miteinander gefährlich zu, bis sich die Ereignisse überschlagen…

THE ASSESSMENT

(Start: 03.04.2025)

D 2024 | Regie: Fleur Fortuné | 114 Min. | FSK 16
Darsteller*innen:  Elizabeth Olsen, Alicia Vikander, Himesh Patel

In einer nahen Zukunft, in der das Leben optimiert und kontrolliert wird, unterliegt die Elternschaft einem strengen Genehmigungsverfahren. Mia (Elizabeth Olsen) und ihr Ehemann Aaryan (Himesh Patel) haben ihren Kinderwunschantrag eingereicht und müssen sich zunächst einer Eignungsprüfung unterziehen. Ihnen wird eine Gutachterin namens Virginia (Alicia Vikander) zugewiesen, die sie sieben Tage lang auf Schritt und Tritt begleitet. Die kühle, unnahbare Virginia stellt Mia und Aaryan vor eine Reihe zermürbender Herausforderungen, die sie an ihre emotionalen Grenzen bringen und nicht nur an den Grundfesten ihrer Beziehung rütteln, sondern auch immer mehr Zweifel hinsichtlich der Motive der Gutachterin und der Integrität des Bewertungssystems schüren.

Der tiefsinnige Thriller mit Oscar®-Preisträgerin Alicia Vikander („The Danish Girl“), Elizabeth Olsen („Avengers: Endgame“) und Himesh Patel („Don’t Look Up“) lotet die Komplexität menschlicher Beziehungen und die ethischen Grenzen einer Gesellschaft aus, die Kontrolle über individuelle Freiheit stellt. THE ASSESSMENT feierte seine Weltpremiere beim Toronto International Film Festival im September 2024.

 

LOUISE UND DIE SCHULE DER FREIHEIT

(Start: 10.04.2025)

F 2024 | Regie: Éric Besnard | 109 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Alexandra Lamy, Grégory Gadebois, Jérôme Kircher, Jérémy Lopez, Patrick Pineau, Annie Mercier, Julie Moulier, Géraldine Martineau, Grégoire Tachnakian, Pauline Serieys, Manon Maindivide, Ernest Mourier

Frankreich, Ende des 19. Jahrhunderts. Louise Violet (Alexandra Lamy), eine Lehrerin aus Paris, wird aufs Land geschickt, um eine Schule zu eröffnen. Auch Kinder aus Bauernfamilien sollen in der Republik lesen und schreiben lernen – so will es das Gesetz. Doch das Landleben sieht anders aus. Die Kinder werden als Erntehelfer gebraucht, um das Überleben ihrer Familien zu sichern. Louise Violet stößt mit ihren Bildungsidealen nur auf Unverständnis. Doch obwohl sich zunächst keines der Dorfkinder im Klassenzimmer blicken lässt, bleibt sie standhaft. Das imponiert Bürgermeister Joseph (Grégory Gadebois), der die geheimnisvolle Außenseiterin nicht nur für ihre Intelligenz bewundert. Mit seiner Unterstützung gelingt es, die skeptischen Eltern umzustimmen. Doch in Louise Violets Vergangenheit gibt es ein tragisches Geheimnis, das bald ans Licht kommen wird und ihren Kampf für Bildungsgerechtigkeit in Frage stellt.

 

ANOTHER GERMAN TANK STORY

(Start: 10.04.2025)

Premiere am Donnerstag, 10.04., 19:30 Uhr, Gloria mit Regisseur Jannis Alexander Kiefer

D 2024 | Regie: Jannis Alexander Kiefer | 96 Min. | FSK 0
Darsteller*innen: Johannes Scheidweiler, Meike Droste, Monika Lennartz, Roland Bonjour, Alexander Schuster, Gisa Flake, Susanne Bredehöft u.a.

Das abgeschiedene Dorf Wiesenwalde wird auf den Kopf gestellt, als eine amerikanische Crew dort eine Serie über den Zweiten Weltkrieg dreht. Vor allem Bürgermeisterin Susanne (Meike Droste) wittert die Chance, ihre Heimat auf die Touri-Landkarte zu bringen und somit dem demografischen Wandel zu trotzen. Ihr Sohn Tobi (Johannes Scheidweiler) wird als Fahrer für die Crew engagiert – dass er eigentlich durch die Führerscheinprüfung gerasselt ist, weiß zunächst niemand. Dann taucht nach Jahren der Abwesenheit ausgerechnet Bert (Roland Bonjour) auf, ein Möchtegern-Journalist und Ex-Freund der Bürgermeisterin. Bert glaubt, von den amerikanischen Gästen profitieren zu können. Zeitgleich plant die Dorfälteste Rosi (Monika Lennartz) im Verborgenen die Beerdigung alter Ideale – und ihre eigene noch mit dazu – während ihr junger Nachbar Wolffi (Alexander Schuster) in der Dorfkneipe bei Jenny (Gisa Flake) ganz naiv davon träumt, von Hollywood entdeckt zu werden. Als plötzlich der Strom ausfällt und ein Panzer vor dem Haus der Bürgermeisterin abgestellt wird, droht das ambitionierte Mammutprojekt in Wiesenwalde aus dem Ruder zu laufen.

Nach erfolgreichen Premieren in Shanghai und München wurde Regisseur Jannis Alexander Kiefer für „Another German Tank Story“ mit dem First Steps Award in der Kategorie “Big Audience Award” ausgezeichnet – in der Jurybegründung heißt es: “Humor im Film ist die Königsklasse. Bei ANOTHER GERMAN TANK STORY ist es Jannis Alexander Kiefer auf allen Ebenen gelungen, die Filmbranche auf den Arm zu nehmen und auch ein nicht fachkundiges Publikum durch die gekonnt eingesetzte Situationskomik mitzunehmen. Drehbuch, Inszenierung, Schauspieler:innen und die Kamera zeigen das durch die kluge Einfachheit der eingesetzten Mittel.”

 

PARTHENOPE

(Start: 10.04.2025)

I/F 2024 | Regie: Paolo Sorrentino | 136 Min. | FSK 16
Darsteller*innen: Celeste Dalla Porta, Stefania Sandrelli, Gary Oldman, Dario Aita, Daniele Rienzo, Silvio Orlando, Luisa Ranieri, Peppe Lanzetta, Isabella Ferrari, Silvia Degrandi, Lorenzo Gleijeses

Der Oscar© prämierte Filmemacher Paolo Sorrentino hat eine monumentale und zutiefst romantische Geschichte eines ganzen Lebens geschrieben. Wie ihre Namensgeberin, die mythische Sirene, strahlt Parthenope einen Zauber aus, dem sich niemand entziehen kann. Mit kraftvollem Verstand und unbändiger Sinnlichkeit stellt sie sich den Höhenflügen und Abgründen, dem Sommer und dem Herbst des Lebens. Doch ihre größte Leidenschaft gilt der Freiheit – und ihrer Heimatstadt Neapel. Ein sonnendurchtränktes und bildgewaltiges Denkmal.

Eine der schönsten Städte der Welt bekommt mit „Parthenope“ ein nicht minder spannendes Gesicht: In Neapel zieht die gleichnamige Heldin mit ihrer Ausstrahlung zahllose Männer in ihren Sog und bringt sie nicht selten um den Verstand. Doch mit melancholischer Leichtigkeit widmet sich die junge Anthropologin Parthenope (Neuentdeckung Celeste Dalla Porta) vor allem den philosophischen Fragen der Existenz: Was bedeutet Wissen, wie sehr lohnt sich Liebe, wie trifft uns die Vergänglichkeit? Auf ihrem Lebensweg von der lebenshungrigen Bohemienne zur angesehenen Wissenschaftlerin hat Parthenope romantische, groteske und immer inspirierende Begegnungen - und bleibt dabei unabhängig. Die traumhaften Orte und Menschen reflektieren alle Facetten Neapels. So entsteht ein farbenprächtiges Panoptikum aus Sehnsucht, Verlangen, Einsamkeit und tiefen Brüchen.

 

ICE AGED

(Start: 10.04.2025)

D 2024 | Regie: Alexandra Sell | 110 Min. | FSK 0
Dokumentarfilm

Es ist nie zu spät und man ist nie zu alt, um Träume wahr werden zu lassen.

Der Dokumentarfilm zeigt sechs Frauen und Männer, die ihr Leben lang vom Eiskunstlauf fasziniert waren – und ihre Leidenschaft im Alter endlich ausleben. Sie treten bei der Weltmeisterschaft im Hobby-Eiskunstlauf an, die jedes Jahr im bayerischen Oberstdorf stattfinden. Ihr Mut und der Wille, ihre Ziele trotz aller Widrigkeiten zu verfolgen, sind eine beherzte Kampfansage an Alter, Endlichkeit und Jugendwahn.
Der Film begleitet diese sechs Menschen durch die Höhen und Tiefen des Eiskunstlauf-Sports, lässt uns teilhaben an ihrem Alltag, ihren Schicksalsschlägen und Hoffnungen und zeigt uns: Träume und Sehnsüchte wollen gelebt werden!

Alexandra Sell erzählt mit poetischen Bildern reale Geschichten, mal zart, mal abgründig, mal tragikomisch und immer auf Augenhöhe mit den erwachsenen Menschen vor der Kamera, die sich trauen, ihre Kindlichkeit in die Kälte zu tragen.

 

OSLO STORIES: LIEBE

(Start: 17.04.2025)

Semester-Opening und Premiere im Gloria am Donnerstag, 17.04. inkl. Popcorntüte gratis für alle Studierenden!

N 2024 | Regie: Dag Johan Haugerud | 119 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Andrea Bræin Hovig, Tayo Cittadella Jacobsen, Marte Engebrigtsen, Thomas Gullestad, Lars Jacob Holm

Marianne und Tor treffen sich zufällig auf einer Fähre Richtung Oslo. Sie arbeiten im selben Krankenhaus, sie als kompetente Ärztin, er als mitfühlender Krankenpfleger. Als Tor erzählt, dass er seine Nächte oft auf der Fähre verbringt, um schnellen Sex zu haben, überlegt Marianne, ob diese Art der spontanen Intimität nicht auch eine Option für sie sein könnte.

Mit den OSLO STORIES legt der gefeierte norwegische Filmemacher und Schriftsteller Dag Johan Haugerud sein Meisterwerk vor: eine Filmtrilogie, wie es noch keine gab. LIEBE (Venedig Wettbewerb 2024 | Kinostart: 17.04.), TRÄUME (Berlinale Goldener Bär 2025 | Kinostart: 08.05.) und SEHNSUCHT (Berlinale Panorama 2024 | Kinostart: 22.05.) sind drei jeweils eigenständige Filme mit neuen Figuren und einer unabhängigen Geschichte. Jeder ist ein Ereignis. Alle drei machen süchtig. Getrennt voneinander werfen sie jeweils einen neuen Blick auf die Dinge, die unser Leben bestimmen. Erzählen von Liebe, Sehnsucht und Träumen, hinterfragen Identität, Gender und Sexualität, entwerfen mit faszinierenden Charakteren und klugen Dialogen gewitzt und nahbar Utopien, wie wir auch zusammenleben könnten. Bei der Berlinale 2025 wurde Oslo Stories: TRÄUME mit dem Goldenen Bären für den besten Film ausgezeichnet.

 

WAS MARIELLE WEISS

(Start: 17.04.2025)

D 2025 | Regie: Frédéric Hambalek | 87 Min. | FSK tba
Darsteller*innen:  Julia Jentsch, Felix Kramer, Laeni Geiseler

Julia, Tobias und ihre Tochter Marielle führen ein ruhiges und komfortables Leben in scheinbarer Harmonie. Doch die Idylle zerbricht, als Marielle plötzlich und auf unerklärliche Weise alles sehen und hören kann, was ihre Eltern tun – immer und überall. Von einem Tag auf den anderen kennt sie jedes Detail aus ihrem Privatleben. Was zunächst wie eine skurrile Herausforderung wirkt, bringt nach und nach tief verborgene Konflikte ans Licht. Ein bissiger Film über den Verlust von Privatsphäre und die Frage: Würden Kinder ihre Eltern immer noch lieben, wenn sie alles über sie wüssten?

„Pointierte, lakonische Dialoge, wie man sie in einem deutschen Film selten hört, dazu eine surreale Atmosphäre, die an Yorgos Lanthimos erinnert…“ (programmkino.de)

 

DER PINGUIN MEINES LEBENS

(Start: 24.04.2025)

GB/E 2024 | Regie: Peter Cattaneo | 110 Min. | FSK tba
Darsteller*innen: Steve Coogan, Vivian El Jaber, Björn Gustafsson, David Herrero, Jonathan Pryce

Tom (Steve Coogan), ein mürrischer Lehrer, durch und durch Engländer, kommt in den 1970er Jahren nach Buenos Aires, um an einem Jungeninternat Englisch zu unterrichten. Mitten in den Unruhen des Militärputsches sind auch seine Schüler aufsässig und unbelehrbar. Das macht es für Tom nicht leichter. Doch sein Leben nimmt eine ungeahnte Wendung, als er eines Tages am ölverschmutzten Strand von Uruguay einem Pinguin das Leben rettet und diesen trotz aller Bemühungen nicht wieder loswird. Der Pinguin zieht auf Toms Terrasse ein, wird ihm ein treuer Freund und für seine Schüler zum Pinguin des Vertrauens. Pinguine sind nämlich nicht nur wahnsinnig niedlich, sondern auch hervorragende Zuhörer ... 

Einfühlsam erzählt DER PINGUIN MEINES LEBENS die wahre Geschichte einer unwahrscheinlichen Freundschaft zwischen Mensch und Pinguin. In der Hauptrolle des Einzelgängers Tom Michell überzeugt der mehrfach mit dem British Academy Film Award ausgezeichnete Steve Coogan (THE LOST KING, STAN & OLLIE, PHILOMENA) mit einer feinen Balance zwischen Zynismus und Herzenswärme. An seiner Seite verkörpert ein kleiner Magellanpinguin namens Juan Salvador Tom Michells putzigen Begleiter, der mit seiner liebenswerten Art die Menschen um ihn herum für sich gewinnt.

 

QUIET LIFE

(Start: 24.04.2025)

F,GR,D,EST,S 2024 | Regie: Alexandros Avranas | 91 Min. | FSK 12
Darsteller*innen:  Chulpan Khamatova, Grigoriy Dobrygin, Naomi Lamp, Miroslava Pashutina, Eleni Roussinou

Schweden 2018: Ein unbekanntes Syndrom, das Flüchtlingskinder betrifft, löst bei Ärzten und Politikern Besorgnis aus. Sergei (Grigory Dobrygin) und Natalia (Chulpan Khamatova) sind mit ihren beiden Töchtern Katja (Miroslava Pashutina) und Alina (Naomi Lamp) wegen politischer Verfolgung aus Russland nach Schweden geflohen – in der Hoffnung auf ein neues Leben, nachdem ein Angriff Sergei fast das Leben gekostet hätte. Allerdings wird der Asylantrag der Familie abgelehnt und die Ausweisung angeordnet. Katja, die jüngere der beiden Töchter, traumatisiert von der Ablehnung, bricht zusammen und fällt ins Koma; ein Zustand, der als Resignationssyndrom oder auch als Apathie bekannt ist. Ihre Eltern versuchen alles, um eine Atmosphäre der Sicherheit, Stabilität und Hoffnung zu schaffen, die ihre Tochter braucht, um wieder aufzuwachen.

 

Träume

OSLO STORIES: TRÄUME

(Start: 08.05.2025)

N 2024 | Regie: Dag Johan Haugerud | 110 Min. | FSK tba
 

Johanne verliebt sich zum ersten Mal, und zwar in ihre Lehrerin. Ihre intensiven Fantasien und Gefühle hält sie schriftlich fest, um sie nicht zu vergessen. Als ihre Mutter und Großmutter die Texte lesen, sind sie zunächst schockiert über den intimen Inhalt, erkennen aber bald das literarische Potenzial. Während sie darüber debattieren, ob sie es veröffentlichen sollen, werden alle drei Frauen mit ihren eigenen unerfüllten Träumen und Sehnsüchten konfrontiert.

Mit den OSLO STORIES legt der gefeierte norwegische Filmemacher und Schriftsteller Dag Johan Haugerud sein Meisterwerk vor: eine Filmtrilogie, wie es noch keine gab. LIEBE (Venedig Wettbewerb 2024 | Kinostart: 17.04.), TRÄUME (Berlinale Goldener Bär 2025 | Kinostart: 08.05.) und SEHNSUCHT (Berlinale Panorama 2024 | Kinostart: 22.05.) sind drei jeweils eigenständige Filme mit neuen Figuren und einer unabhängigen Geschichte. Jeder ist ein Ereignis. Alle drei machen süchtig. Getrennt voneinander werfen sie jeweils einen neuen Blick auf die Dinge, die unser Leben bestimmen. Erzählen von Liebe, Sehnsucht und Träumen, hinterfragen Identität, Gender und Sexualität, entwerfen mit faszinierenden Charakteren und klugen Dialogen gewitzt und nahbar Utopien, wie wir auch zusammenleben könnten. Bei der Berlinale 2025 wurde Oslo Stories: TRÄUME mit dem Goldenen Bären für den besten Film ausgezeichnet.

 

Islands

ISLANDS

(Start: 08.05.2025)

D 2025 | Regie: Jan-Ole Gerster | 123 Min. | FSK tba
Darsteller*innen: Sam Riley, Stacy Martin, Jack Farthing und Dylan Torrell

Tom (Sam Riley) arbeitet als Tennistrainer in einem All-Inclusive-Hotel auf Fuerteventura. Was auf den ersten Blick wie der Traum vom endlosen Sommer wirkt, ist für den ehemaligen Profi längst monotone Routine geworden. Während die Touristen in einem nicht endenden Strom kommen und gehen, spielt er Woche für Woche hunderte Bälle übers Netz und füllt die Leere mit flüchtigen Affären und Alkohol.
Doch dann taucht die geheimnisvolle Anne (Stacy Martin) im Hotel auf. Sie, ihr Mann Dave (Jack Farthing) und ihr siebenjähriger Sohn Anton (Dylan Torrell) entsprechen nicht dem Bild der üblichen Pauschaltouristen. Schnell kommt Tom der Familie näher: Er gibt Anton Tennisstunden und lädt sie zu einem Ausflug ein, um ihnen die raue Schönheit der Insel zu zeigen. Am nächsten Tag ist Dave spurlos verschwunden. Ebenso mysteriös wie Daves Verschwinden ist Annes Verhalten, das Tom vor Rätsel stellt. Ein Verdacht keimt in ihm auf…

 

WENN DAS LICHT ZERBRICHT

(Start: 08.05.2025)

IS 2024 | Regie: Rúnar Rúnarsson | 80 Min. | FSK 12
Darsteller*innen:  Elín Hall, Mikael Kaaber, Katla Njálsdóttir, Baldur Einarsson, Gunnar Hrafn Kristjánsson, Ágúst Wigum

Ein Moment, der alles verändert: Eben noch genoss die Kunststudentin Una mit ihrem neuen Freund Diddi den malerischen Sonnenuntergang an der isländischen Küste und träumte von der Zukunft zu zweit, da wird er bei einen schrecklichen Autounfall plötzlich unerwartet aus ihrem Leben gerissen. Zusammen mit Diddis bestem Freund Gunni und der gemeinsamen Freundesgruppe verlebt sie einen Tag der Erinnerung an einen liebgewonnenen Menschen. Auf ihrem Streifzug durch die Kneipen und Straßen im vom langen Polartag in helles Licht getauchten Reykjavik, trauert, feiert, streitet und versöhnt sich die Cliqué. Doch während die Gruppe ein unsichtbares Band knüpft und ineinander neue Kraft sammelt, wird Una von Gewissensbissen geplagt. Noch bevor die Mitternachtssonne erneut hinter dem Horizont versinkt, muss sie sich einer unbequemen Wahrheit stellen und ihrerseits ein lange aufgeschobenes Geständnis machen.

Einfühlsam, unmittelbar und klischeefrei begleitet der Film eine Gruppe junger Menschen durch den „Tag danach“. Mit viel Gespür und einer Portion Tragikomik erzählt er von Trauer, Trost und Freundschaft, die es ermöglicht, selbst die dunkelsten Stunden zu überwinden – sowie vom Sonnenaufgang, der auf jede noch so schwarze Nacht folgt.

 

Tanz der Titanen

TANZ DER TITANEN

(Start: 15.05.2025)

CDN/ D 2024 | Regie: Guy Maddin, Evan Johnson, Galen Johnso | 104 Min. | FSK tba
Darsteller*innen:  Cate Blanchett, Charles Dance, Alicia Vikander, Denis Ménochet

Mit Oscar®-Preisträgerin Cate Blanchett als deutscher Bundeskanzlerin: Die Regierungschefs der bedeutendsten Industriestaaten der westlichen Welt kommen aus Anlass einer globalen Krise in Dankerode zusammen. Zwischen Blitzlicht-Gewitter und teurem Wein sollen sie eine gemeinsame Erklärung formulieren. Doch als die Nacht hereinbricht, stellen die Volksvertreter fest, dass sie von ihren Bediensteten allein gelassen wurden. Mit Teamgeist und Entschlossenheit müssen sie allerlei Hindernisse überwinden, die sich jeglicher Diplomatie entziehen.

TANZ DER TITANEN ist ein Film wie kein anderer! Dem Regie-Trio Guy Maddin, Evan Johnson und Galen Johnson ist ein Geniestreich gelungen, der auf unvergleichliche Weise scharfsinnige Politsatire, schrägen Humor und die ultimative Apokalypse kombiniert. Eine wilde Reise, die das hochkarätige Ensemble um Cate Blanchett (TÁR), Alicia Vikander (EX MACHINA) und Charles Dance (GAME OF THRONES) mit sichtlich viel Spielfreude antritt.

 

Transamazonia

TRANSAMAZONIA

(Start: 15.05.2025)

F/D/CH 2024 | Regie: Pia Marais | 112 Min. | FSK 12
Darsteller*innen: Helena Zengel, Jeremy Xido, Sergio Sarturio, Pira Assurini, Sabine Timoteo

Wie durch ein Wunder überlebt Rebecca, die Tochter des Missionars Lawrence Byrne, als Kind einen Flugzeugabsturz im Amazonas. Sie wird zu einer Berühmtheit in der Region und als Wunderheilerin verehrt – was der Mission ihres Vaters sehr zugute kommt. Doch als illegale Holzfäller das Land der indigenen Bevölkerung bedrohen, gerät Rebecca in einen tiefen inneren Konflikt, der ihre Loyalität zu ihrem Vater, der Mission und ihren Glauben erschüttert.
Dicht und spannend erzählt, verwebt Regisseurin Pia Marais ökologische, religiöse und politische Themen zu einem zeitgenössischen Western voller hypnotisch schöner Bilder. Gedreht wurde im Amazonas-Regenwald von Brasilien und Französisch-Guyana.

Für ihre Rolle als Benni in „Systemsprenger“ (Regie: Nora Fingscheidt, 2019) wurde Helena Zengel mit dem deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Nach ihrem Hollywood-Debüt an der Seite von Tom Hanks in „News of the world“ besticht sie erneut durch ihr intensives Spiel.

 

Oslo Stories - Sehnsucht

OSLO STORIES: SEHNSUCHT

(Start: 22.05.2025)

N 2024 | Regie: Dag Johan Haugerud | 118 Min. | FSK tba
 

Zwei befreundete Schornsteinfeger, die in monogamen, heterosexuellen Ehen leben, geraten beide in Situationen, die ihre Ansichten über Sexualität und Geschlechterrollen in Frage stellen. Der eine hat eine sexuelle Begegnung mit einem anderen Mann, ohne dies als Ausdruck von Homosexualität oder Untreue zu betrachten, und bespricht dies anschließend mit seiner Frau. Der andere wird von einem sinnlichen Traum über David Bowie aus der Bahn geworfen.

Mit den OSLO STORIES legt der gefeierte norwegische Filmemacher und Schriftsteller Dag Johan Haugerud sein Meisterwerk vor: eine Filmtrilogie, wie es noch keine gab. LIEBE (Venedig Wettbewerb 2024 | Kinostart: 17.04.), TRÄUME (Berlinale Goldener Bär 2025 | Kinostart: 08.05.) und SEHNSUCHT (Berlinale Panorama 2024 | Kinostart: 22.05.) sind drei jeweils eigenständige Filme mit neuen Figuren und einer unabhängigen Geschichte. Jeder ist ein Ereignis. Alle drei machen süchtig. Getrennt voneinander werfen sie jeweils einen neuen Blick auf die Dinge, die unser Leben bestimmen. Erzählen von Liebe, Sehnsucht und Träumen, hinterfragen Identität, Gender und Sexualität, entwerfen mit faszinierenden Charakteren und klugen Dialogen gewitzt und nahbar Utopien, wie wir auch zusammenleben könnten. Bei der Berlinale 2025 wurde Oslo Stories: TRÄUME mit dem Goldenen Bären für den besten Film ausgezeichnet.

 

MONSIEUR AZNAVOUR

(Start: 22.05.2025)

F 2024 | Regie: Mehdi Idir, Grand Corps Malade | 134 Min. | FSK tba
Darsteller*innen: Tahar Rahim, Bastien Bouillon, Marie-Julie Baup

Paris in den 1930er Jahren. Als der kleine Charles für ein paar Münzen an einem Theaterstück mitwirkt, entdeckt er sein Talent für die Bühne und beschließt Sänger zu werden. Die Bedingungen dafür sind denkbar schlecht: Ohne Geld, als Sohn armenischer Einwanderer und mit einer ungewöhnlichen Stimme glaubt niemand an seinen Erfolg. Von unbändigem Ehrgeiz getrieben, scheut Charles weder Mühe noch Risiko und als die Chanson-Ikone Edith Piaf auf ihn aufmerksam wird, scheint der Ruhm zum Greifen nahe. Doch ist er für seinen Traum bereit, die Menschen zurückzulassen, die er liebt?

Mit weit mehr als 1000 Liedern, die in unzähligen Sprachen interpretiert wurden, hat Charles Aznavour Generationen begeistert. Tahar Rahim (DER MAURETANIER) verkörpert den legendären Chansonnier in diesem beeindruckenden Biopic intensiv und authentisch mit all seinen Facetten.

 

MORIA SIX

(Start: 22.05.2025)

Sondervorstellung am Sonntag, 01.06., 18:00 Uhr, Gloria mit Regisseurin Jennifer Mallmann

D 2024 | Regie: Jennifer Mallmann | 82 Min. | FSK tba
Dokumentarfilm

Nachdem ein Feuer das Camp Moria im September 2020 komplett vernichtet hatte, wurde es gespenstisch still. Nicht nur vor Ort, sondern auch im öffentlichen Diskurs. Weder die menschenrechtswidrigen Bedingungen in den weiteren Lagern an den Außengrenzen Europas noch die zahllosen Pushbacks im Mittelmeer schienen die Allgemeinheit näher zu beschäftigen. Auch die Verhaftung der sechs Jugendlichen, die man der Brandstiftung bezichtigte, blieb ohne weithin hörbares Echo – obwohl schon ein zweiter Blick auf die Umstände der Ermittlungen und den folgenden Strafprozess das Vorgehen der griechischen Justiz als fragwürdig offenbarte. Ganz zu schweigen von der zugrunde liegenden Flüchtlingspolitik der Europäischen Union.Jennifer Mallmann wagt mit ihrem Film diesen zweiten Blick. Im Zentrum steht ihr Briefwechsel mit Hassan, einem der verurteilten Jugendlichen, der ihr aus dem Gefängnis von seinem Alltag, seinen Wünschen und Ängsten berichtet. Ruhige, exakt kadrierte Bilder dokumentieren „Normalität“ an den Rändern der Festung Europa. Sie zeigen, wie strategische Abschottung und die damit einhergehende strukturelle Ausgrenzung funktionieren. Wer wissen will, wie sich unsere Staatengemeinschaft ihre Zukunft vorstellt, muss nur die neu errichteten, futuristischen Hochsicherheitslager betrachten. Dort werden die Ankommenden behandelt wie Menschen, die schwere Verbrechen begangen haben. Luc-Carolin Ziemann (Dok Leipzig)

In ihrem Film "Moria Six" wirft Regisseurin Jennifer Mallmann einen differenzierten Blick auf das Flüchtlingslager Moria, in dem es im September 2020 zu einem verheerenden Brand kam. Nach der Zerstörung des Lagers verstummte sowohl vor Ort als auch im öffentlichen Diskurs die Debatte über die unmenschlichen Zustände an Europas Außengrenzen sowie die regelmäßigen Pushbacks im Mittelmeer. Auch die Verhaftung von sechs Jugendlichen, die der Brandstiftung beschuldigt wurden, blieb weitgehend unbeachtet, obwohl der Prozess viele Fragen aufwarf. Im Mittelpunkt des Films steht Mallmanns Briefwechsel mit Hassan, einem der verurteilten Jugendlichen, der von seinem Alltag im Gefängnis berichtet. In ruhigen, präzisen Bildern thematisiert "Moria Six" die Mechanismen der europäischen Abschottungspolitik, die Menschen wie Kriminelle behandelt und sie in futuristische Hochsicherheitslager einsperrt (MFG)

Die Jurybegründung des Defa Stiftungspreises auf dem Dokfest Leipzig lautet: Ein brillanter Dokumentarfilm, der eindringliche Bilder für den hochgerüsteten, hochtechnisierten Menschenverwaltungsapparat an den europäischen Außengrenzen findet. Ein Film, der einem die Luft zum Atmen nimmt und Wut macht.

Die Jurybegründung des Leipziger Ring Preises auf dem Dokfest Leipzig lautet: "Die Regisseurin findet beeindruckende Bilder für die Leere und Unfassbarkeit der Situation in Moria nach dem Brand im Flüchtlingscamp. Es werden Symbole und Aufnahmen einer durchtechnisierten Entmenschlichung gezeigt, die medial immer weniger Aufmerksamkeit bekommt. Der Film, der u. a. Aufnahmen von Pushbacks zeigt, ruft in seiner Dringlichkeit zum Handeln auf."

 

SAINT-EXUPÉRY - Die Geschichte vor dem kleinen Prinzen

(Start: 29.05.2025)

F 2024 | Regie: Pablo Agüero
Darsteller*innen: Louis Garrel, Vincent Cassel, Diane Kruger

Argentinien, 1930: Antoine de Saint-Exupéry ist Pilot des französischen Luftpostdienstes und fliegt an der Seite des legendären Flugkapitäns Henri Guillaumet. Auf der Suche nach immer kürzeren Flugrouten durch die Anden, wagt Guillaumet eine gefährliche Passage und stürzt mitten in den eisigen Bergen ab. Mithilfe von Guillaumets Frau Noëlle begibt sich Saint-Exupéry auf die gefährliche Suche nach seinem Freund. Getrieben von unerschütterlicher Entschlossenheit und voller Hoffnung, Guillaumet zu finden, entdeckt Saint-Exupéry, dass seine außergewöhnliche Vorstellungskraft seine größte Stärke ist. Zehn Jahre später veröffentlicht Saint-Exupéry eines der berühmtesten Bücher der Welt – „Der kleine Prinz“.

Neben den César-Preisträgern Louis Garrel („Die drei Musketiere – Milady“, „Little Women“) als Antoine de Saint-Exupéry und Vincent Cassel („Black Swan“, „Public Enemy No. 1“, „Gauguin“) als Flugkapitän Henri Guillaumet brilliert Diane Kruger („Inglourious Basterds“, „Aus dem Nichts“) als Guillaumets Ehefrau Noelle.

Ein fesselndes Rennen gegen die Zeit, ein filmisches Abenteuer in den atemberaubenden Landschaften der Anden und eine berührende Geschichte über eine unerschütterliche Freundschaft – einer Geschichte, die die Vorlage für eines der bekanntesten Bücher unserer Zeit bildet.